Infrastruktur & Datenhoheit
Selbst betreiben oder Cloud? Was es wirklich kostet
Eine ehrliche Rechnung, wann ein eigener Server günstiger ist als SaaS pro Nutzer und wann nicht.
Die Frage ist selten, was absolut billiger ist. Die Frage ist, welches Kostenmodell zu Ihrer Last passt und wer den Betrieb übernimmt.
Zwei Modelle, kurz erklärt
SaaS zahlen Sie pro Nutzer. Die Kosten wachsen mit dem Team. Eigenbetrieb kostet fast dasselbe, ob zehn oder zweihundert Leute die Software nutzen, dafür tragen Sie Einrichtung, Updates und Sicherung selbst.
Bei wenigen Nutzern gewinnt SaaS fast immer. Ab einer bestimmten Teamgröße oder Datenmenge kippt die Rechnung. Den Punkt, an dem beide Wege gleich teuer sind, kann man vorher ausrechnen, und genau das sollte vor der Entscheidung passieren.
Cloud ist der Normalfall, kein Automatismus
Über die Hälfte der Unternehmen in der EU zahlt inzwischen für Cloud-Dienste, 52,7 Prozent im Jahr 2025 nach Zahlen von Eurostat, gegenüber rund 45 Prozent zwei Jahre zuvor. Cloud ist damit die Regel. Gerade deshalb lohnt sich der zweite Blick bei den teuren Posten, bevor die Rechnung still mitwächst.
Der günstigste Server nützt wenig, wenn Ihre Zeit für seinen Betrieb teurer ist als die Ersparnis.
Ehrlich gerechnet
Ein Server bei einem europäischen Anbieter kostet wenig im Monat. Ihre Zeit für Wartung, Backups und Sicherheit kostet nicht nichts. Wer Eigenbetrieb rechnet, muss diese Stunden mit einsetzen, sonst vergleicht er Äpfel mit Birnen. Und Preise bewegen sich. Auch günstige Anbieter haben 2026 ihre Tarife angehoben, weshalb eine Rechnung von letztem Jahr heute schon falsch sein kann.
Was das für Sie heißt
- Rechnen Sie SaaS über drei Jahre hoch, mit Ihrer erwarteten Teamgröße, nicht der heutigen.
- Setzen Sie die Betriebsstunden für Eigenbetrieb ehrlich an, inklusive Vertretung im Urlaub.
- Oft ist die beste Antwort gemischt. Unkritisches und Schwankendes in die Cloud, Stabiles und Sensibles auf eigene Infrastruktur.
Quellen
- Hetzner, öffentliche Preisliste
- Eurostat, Cloud-Nutzung von Unternehmen in der EU (2025)
- Aus eigener Projektarbeit (Betriebskosten)
Das ordne ich täglich ein.
Welche Anwendungen, welcher Anbieter, wo die Daten liegen. Genau das kläre ich für kleine und mittlere Unternehmen. Steht das bei Ihnen an, lassen Sie uns kurz sprechen.